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Jugendliche pfeifen auf Warnungen vor Tabakkonsum PDF Print E-mail
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Und auch hier wird wissenschaftlich bestätigt was Allen Carr schon seit Jahren sagt...

 

Viel Aufwand, wenig Wirkung: Die Warnbilder auf Zigarettenpäckchen haben praktisch keinen Einfluss auf das Verhalten jugendlicher Raucher. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Freiburg. Die meisten Raucher glauben ihren Konsum unter Kontrolle zu haben. Und wer raucht, trinkt oft auch.

 

 

Die Forscher um Pascal Gygax von der Uni Freiburg testeten die Wirkung abschreckender Botschaften bei Jugendlichen im Alter von 14, 16 und 18 Jahren. Sie erfassten dazu die Haltung der Testpersonen vor, unmittelbar nach und drei Monate nach der Konfrontation mit den Botschaften.

Es zeigte sich, dass die Jugendlichen zwar kurzfristig empfänglich sind für Botschaften, die vor dem Rauchen warnen. Doch der langfristige Erfolg solcher Warnhinweise bleibt in vielen Fällen aus.

Nicht einmal Bilder von Raucherkrankheiten und Missbildungen auf den Zigarettenpäckchen haben einen messbaren Einfluss auf die Rauchergewohnheiten der Jugendlichen.

Aufhören? – Jederzeit, kein Problem!

Die Raucher – knapp 15 Prozent der Jugendlichen – zeigen sich auch von der Kontrollierbarkeit ihrer Sucht überzeugt: 95 Prozent geben an, sie könnten jederzeit mit dem Rauchen aufhören. 73 Prozent denken aber, dass sie in fünf Jahren immer noch rauchen werden.

Allerdings verändert sich die Haltung Jugendlicher gegenüber dem Rauchen in der Pubertät enorm schnell. 14-Jährige scheinen wenig empfänglich für Hinweise auf langfristige Folgen wie Krebs oder gelbe Zähne. Bei älteren Jugendlichen dagegen finden solche Botschaften durchaus Gehör.

Alkohol und Tabak gehen Hand in Hand

Es reiche deshalb nicht, Warnbotschaften für eine Zielgruppe - Jugendliche allgemein - auszurichten, warnen Gygax und Kollegen. Vielmehr sollten Gesundheitsbehörden auf verschiedene Altersstufen zugeschnittene Botschaften verbreiten. So sollen Raucher zu verschiedenen Zeitpunkten in ihrem Leben für gesundheitliche Schäden sensibilisiert werden.

 

Und noch etwas hat die Studie herausgefunden: Alkohol- und Tabakkonsum sind oft aneinander gekoppelt. Eine enge Verknüpfung von Raucherprävention mit Alkoholprävention sei daher vielversprechend.

Die Freiburger Studie wurde vom Tabakpräventionsfonds des Bundesamts für Gesundheit (BAG) finanziert.

 

Quelle

(sda/falt)

Link

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/12/14/Vermischtes/Jugendliche-pfeifen-auf-Warnungen-vor-Tabakkonsum

 

Last Updated ( Friday, 16 December 2011 11:16 )
 

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