| JAMES DEAN, HUMPHREY BOGART & CO. |
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Und wieder eine wissenschaftliche Studie mehr, welche die Aussagen der Allen Carr Methode - nun 30 Jahre später - bestätigt. Zigaretten-Szenen im Film verleiten Jugendliche zum Rauchen
James Dean - um den "Coolness-Faktor" zu wahren, durfte die lässige Kippe im Mundwinkel nicht fehlen. Foto: ddp
Ob James Dean in „Giganten“ oder Humphrey Bogart in „Casablanca“ - zu vielen berühmten Filmen gehört das Rauchen dazu. Aber für Jugendliche sind das schlechte Vorbilder, zeigt jetzt eine neue Studie: Je mehr sie davon sehen, desto eher fangen sie selbst an zu rauchen.
Jugendliche, die viele Filme mit rauchenden Schauspielern sehen, greifen einer neuen Studie zufolge sehr wahrscheinlich auch zur Zigarette. Je mehr Filmszenen mit rauchenden Menschen ein Jugendlicher sehe, desto eher probiere er das Rauchen selber aus, sagte Reiner Hanewinkel, Leiter des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung, der die Studie in Berlin vorgestellt hat. „Wenn im Film geraucht wird, dann suggeriert das, das machen sehr viele Leute und das gehört einfach dazu.“
Für die Studie werteten Hanewinkel und seine Kollegen drei Jahre lang die 270 meistgesehenen Kinostreifen aus den Jahren 2004 bis 2010 aus. Rund zwei Drittel der Filme enthielten mindestens eine Szene mit Zigaretten, im Durchschnitt waren es 25 Stellen. Im Übrigen waren es bei den deutschen Filmproduktionen durchschnittlich mehr als doppelt so viele Szenen mit rauchenden Schauspielern: Während in deutschen Filmen durchschnittlich 42 Rauchszenen vorkommen, seien es in US-Filmen nur 20, fand das Team von Hanewinkel heraus.
Anschließend befragten die Wissenschaftler rund 2700 Jugendliche, ob sie diese Filme gesehen und selbst schon einmal geraucht hätten. Ergebnis: Statistisch gesehen hatte jeder der Jugendlichen, die bei der Befragung im Durchschnitt knapp 13 Jahre alt waren, bereits mehr als 1200 Szenen mit rauchenden Schauspielern gesehen. Und je mehr solcher Filmstellen der Jugendliche gesehen hatte, desto höher war die Wahrscheinlichkeit, dass er auch schon einmal geraucht hatte. „Steigt die Dosis, ist auch die Wirkung umso höher“, so Hanewinkel.
Die Deutsche Krebshilfe fordert nun, dass das Rauchen im Film bei der Altersfreigabe der Streifen mit berücksichtigt werden müsse. Eltern sollten zudem verstärkt darauf achten, welche Filme ihre Kinder schauen und sie mehr über die Gefahren des Rauchens aufklären. „Außerdem muss in deutschen Film- und Fernsehproduktionen endlich damit aufgehört werden, das Rauchen als den Normalzustand darzustellen“, erklärte Uwe Prümel-Philippsen, Sprecher des Aktionsbündnisses Nichtrauchen, dem Deutsche Hauptstelle für Suchtgefahren und die Deutsche Krebshilfe angehören.
Mit dem Weltnichtrauchertag am 31. Mai wollen Gesundheitsorganisationen auf die Gefahren des Rauchens hinweisen. Nach Angaben der Deutschen Krebshilfe raucht in Deutschland rund ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung, insgesamt etwa 24 Millionen Menschen. Jedes Jahr sterben den Angaben zufolge etwa 110.000 Menschen in Deutschland vorzeitig an den Folgen des Rauchens. (dpa, afp)
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| Ultimo aggiornamento ( Sabato 26 Maggio 2012 16:49 ) |
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