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Die Beamten qualmen nun in Kabinen

von David Torcasso, 20 Minuten
Wegen des Rauchverbots in Zürichs öffentlichen Gebäuden werden für die Angestellten spezielle Kabinen aufgestellt.

Raucherkabinen
Seit dem 1. Juli ist das Rauchen in öffentlichen Gebäuden wie Museen, Heimen, Konzertsälen oder Verwaltungen nicht mehr erlaubt. Besonders Stadt und Kanton müssen daher Anpassungen bei Gebäuden vornehmen: Vorher durften Beamte in den Gängen und auf dem WC rauchen, jetzt müssen sie in Raucherkabinen oder vorerst ins Freie. «Wir möchten aber nicht, dass unsere Mitarbeiter rauchend vor den Eingängen stehen», sagt Urs Spinner, Sprecher des Hochbaudepartements.

Deshalb werden im Stadthaus oder dem Werd-Hochhaus sogenannte Teeküchen eingerichet: Räume mit speziellen Belüftungssystemen. «Diese Massnahmen bringen Investitionen mit sich», sagt Spinner. Auch der Kanton handelt: Seit gestern testet die Baudirektion drei spezielle High-Tech-Raucherkabinen im Rathaus, im Walcheturm und im Kaspar-Escher-Haus. «Wenn sich das System bewährt, werden Verwaltungsgebäude mit diesen Kabinen ausgestattet», sagt Baudirektions-Sprecher Dominik Bonderer. Beim Opernhaus werden rauchende Besucher nach draussen verbannt. «Wir überlegen uns aber, eine Raucherlounge zu bauen», heisst es vom Opernhaus.