Warum habe ich mit dem Rauchen angefangen?

Viele Raucherinnen und Rauchen stellen sich bei einem Rauchstopp diese Frage: Warum habe ich eigentlich mit dem Rauchen angefangen. Erklärungen gibt es natürlich viele. Vielleicht waren Sie auf der Suche nach etwas Speziellem im Leben, vielleicht war es auch ein bisschen Gruppendruck oder auch ein bisschen Rebellion gegen die Eltern oder was auch immer. Der wahre Grund ist aber ein anderer. Denn diese erwähnten Faktoren haben dazu geführt, dass Sie sich diese Gedanken (soll ich einmal eine rauchen) gemacht haben. Aber das Problem fängt viel früher an. Die interessante Frage ist, warum sie geglaubt haben, dass die Zigarette in der jeweiligen Situation etwas für Sie tun würde. Also der Glaube, dass die Zigaretten etwas Spezielles sein sollen, dass die Zigarette macht, dass Sie dazu gehören. Oder eben, dass die Zigarette hilft zu rebellieren oder was auch immer. Und genau da liegt das Problem. Allen Carr hat von einer Gehirnwäsche gesprochen. Wir reden heute von einem genialen Marketing der Tabakindustrie. Wussten Sie, dass auch heute, im Jahr 2017 ein Kind bis es 12 Jahre alt ist bereits 60‘000 mal suggeriert bekommen hat, dass die Zigarette (egal ob eine Herkömmliche oder E-Zigi, Shisha etc.) etwas für den Raucher tut? Sei es Genuss, Entspannung, Geselligkeit etc. Wir reden hier nicht nur von der herkömmlichen Werbung auf Plakaten, in der Tankstelle usw. Sondern was ist die beste Werbung fürs Rauchen? Genau, die anderen Raucher. Von wem haben Sie Ihre allererste Zigarette bekommen? Höchstwahrscheinlich von Kollegen und Freunden. Waren das die coolen oder die Bünzlis? Das ist bereits Werbung. Heute nicht mehr so stark, aber wer hat früher in den Filmen geraucht? Praktisch immer die coolen und harten Jungs. In einem Western oder Kriegsfilm, wenn jemand hingerichtet wird, was ist der letzte Wunsch? Genau, eine Zigi. Was wird auch heute in jedem Flugzeug und in den Duty Free Shops an den Mann und die Frau gebracht? Wo schleusen wir unsere Kinder durch, wenn wir die Ferien fliegen? Und was steht im Hotel am Eingang? „Bitte geniessen Sie Ihre Zigarette im Freien oder in der Raucher-Lounge!“. Sie sehen, es wird überall von Genuss und nicht von Sucht gesprochen. Darum fällt vielen der Rauchstopp so schwer. Nicht wegen dem was passiert, sondern weil wir Zehntausendmal gelernt haben, dass die Zigaretten entspannen, Genuss sind, cool machen etc. Und wissen Sie was? Werbung funktioniert. Sonst würden Firmen nicht Milliarden dafür ausgeben. Dann kommt noch dazu, dass es die Droge Nikotin an jedem Kiosk und in fast jedem Restaurant gibt. Und genau das ist der Unterschied zu anderen Suchtthemen. Rauchen wird auch heute zum grössten Teil nicht als das angesehen was es wirklich ist: Nämlich Sucht Nr. 1. In der Schweiz und weltweit. Fangen Sie an, hinter die Werbung zu sehen. Machen Sie sich bewusst, was man Ihnen da wirklich verkaufen will und ob es wirklich etwas für Sie tut. Könnte ein Rauchstopp nicht sinnvoll sein?

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